Unwirtliche Landschaften

Imaginationen der Ödnis in Literatur und Medien
 Buch
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ISBN-13:
9783631661468
Einband:
Buch
Erscheinungsdatum:
18.05.2016
Seiten:
285
Autor:
Sabine Eickenrodt
Gewicht:
464 g
Format:
216x151x25 mm
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Die Beiträge dieses Bandes untersuchen öde und menschenfeindliche Landschaften aus literaturwissenschaftlicher Sicht und interpretieren Erzählungen, Essays und Filme u.a. von Wolf, Herrndorf, Ransmayr, Pollack, Haneke, Sundman, Sacher-Masoch, Pichler und Johnson.
Inhalt: Sabine Eickenrodt/Katarína Motyková: Eintönig, öde, trostlos. Aspekte einer Landschaftsästhetik des Unwirtlichen - Einleitung - Erhard Schütz: Wirklich unwirtlich? Zwischen Zone, Winkel und dem Ende der Welt. Östliche Landschaften - nach der Grenze - Andreas Degen: Das öde Land. Steppe und Imagination im 19. Jahrhundert - Jakob Christoph Heller: «Die ganze Schöpfung eine bloße Wüste». Disanthropische Imagination und ästhetische Landschaft bei D. H. Lawrence und Judith Schalansky - Sabine Eickenrodt: Wüstenfahrt. Labyrinthische Bilder der (End-)Zeit in einer späten Erzählung Christa Wolfs - Ana-Maria Schlupp: Von der wilden Walachei. Zu einem literarischen Topos von Wezel bis Herrndorf - Tim Sparenberg: Ausnahmezustand und Ambiguitätszone. Michael Hanekes Film Wolfzeit und Christoph Ransmayrs/Martin Pollacks Erzählung Der Wolfsjäger. Drei polnische Duette - Margita Gáborová: Die kalte Landschaft des Ruhms. Zur Metaphorik der Polarreise in Per Olof Sundmans Roman Ingenieur Andrées Luftfahrt - Katarína Motyková: Konjunktur der Unwirtlichkeit. Zeichenmetamorphosen nordischer Landschaft im öffentlichen Diskurs - Lucia Lauková: «Der Ort blieb leer und wüst». Unwirtliche Landschaften als Orte der Zuflucht bei deutschsprachigen Autorinnen um 1800 - Verena Feistauer: Kahlschläge im Schneegebirge. Heimat, Landschaft und die Integration von Flüchtlingen und Vertriebenen in Wolfgang Liebeneiners Waldwinter - Kirsten Möller: «Lektionen der Leere». Westfalen und Wolhynien im Werk Hans-Ulrich Treichels - Roland Berbig: Sandige Einöde oder Märchenplatz? Theodor Fontanes Mark Brandenburg und Uwe Johnsons Mecklenburg - Dagmar KoStálová: «Diebstahl der Landschaft». Stadtsucht versus Natursehnsucht im aktuellen Diskurs bundesrepublikanischer Zeitungen.
Die Beiträge untersuchen Landschaften wie Wüste, Steppe, Puszta, Nordpol oder Walachei, die den disanthropischen Topos vom «Ende der Welt» aufnehmen. Neuere Erzählungen, Reiseberichte und Filme zeigen die ambivalente Faszinationskraft der Unwirtlichkeit vornehmlich «östlicher» Regionen. Dabei erweist sich die imaginierte Ödnis nicht selten als sekundäre Wildnis, als historisch verschuldete, «kontaminierte» Leere. Die Studien thematisieren Zeit- und Raumbilder sowie Topographien der Ödnis an Beispielen von Leopold von Sacher-Masoch, Per Olof Sundman, Caroline Pichler, Judith Schalansky, Christa Wolf, Christoph Ransmayr, Martin Pollack, Wolfgang Herrndorf, Hans-Ulrich Treichel, Uwe Johnson sowie im Heimatfilm Wolfgang Liebeneiners und in Michael Hanekes Filmapokalypse Wolfzeit.

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