Windzüge

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ISBN-13:
9783518424698
Erscheinungsdatum:
08.02.2015
Seiten:
108
Autor:
Christian Lehnert
Gewicht:
240 g
Format:
203x131x17 mm
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

»Doch das fließende Grenzgebiet, Wirklichkeit, wo ist's?«
In der kompakten Form acht- und zwölfzeiliger Gedichte hatte Christian Lehnert seine »Pneumatologie« einer spirituellen Naturerfahrung zuletzt verdichtet (Aufkommender Atem, 2011), und mit derselben Form setzt er in seinem neuen, sechsten Gedichtband wieder an. Konsequent aber wächst die Form diesmal gegen die minimalistische Verdichtung auf, über Sonette hin zu dynamischen Zeilen und Strophen voll hexametrischer Rhythmen. Die Weitung der Form bedeutet zugleich eine Annäherung an größere Formationen der Wirklichkeit. Das Gedicht bewegt sich über die Erfahrung von Landschaft und Kulturnatur zielstrebig hinaus, arbeitet sich auf Schotter und Gleisen voran, passiert Transportmittel, Maschinenparks, Depots und Halden, durchquert Brachen und steuert durch Kanäle und Schleusen in Richtung eines vorerst imaginär bleibenden Stadtkerns. Wie die Mitte selbst aber erreichen? In einer Coda reißt Lehnert diese Frage mit drei Langgedichten zu drei Worten Martin Luthers als Sprachproblem auf: Dichtung als ein unablässiges Ringen um solche Worte und damit um den Zugang zur Mitte - ein unabschließbarer Versuch, doch ermutigt durch den festgegründeten Satz: »Solange ich Atem hole, ist Zeit.«
»Auf dunklen Schwingen« melodiös und formsicher, geheimnisvoll und verstörendVon der Landschaftserfahrung in die Zone der Maschinen, Mauern, Brachen und Halden Ein fulminantes Zeugnis zeitgenössischer »metaphysischer Dichtung«

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