Vier Wochen im Jahr 1963. Am Krankenbett ihrer Mutter Merthe fallen ein paar missliche Worte über zwei junge Sowjetsoldaten, die seit Tagen an einer Kreuzung stehen. Merthes Verhalten ist alsbald befremdlich. Die 19-jährige Toni stürzt dadurch in verwirrende Zweifel. Bald schon ahnt sie etwas von einem Geheimnis, das ihrer Mutter auf der Seele brennt. Alles deutet darauf hin, dass es mit ihr zu tun hat, aber Merthe Jacob schweigt. Toni findet keine Ruhe mehr. Verzweifelt sucht sie nach der Wahrheit und versinkt beinahe in einem Chaos an Widersprüchen. Innenansichten, Rückblenden, aber auch deutliche Bekenntnisse legen bedrückende Wahrheiten frei und lassen erkennen, warum Menschen mit ihrer Vergangenheit nicht umzugehen verstehen. Ein sensibles Mutterporträt, eine leidenschaftliche Anklage gegen die Verbrechen des Zweiten Weltkrieges und gegen die Verbrechen danach, die jede auf ihre Weise totgeschwiegen wurden.
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